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Die diplomatischen Bemühungen für eine Beilegung des Konflikts um vier inhaftierte Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofes (ICC) sind noch einmal intensiviert worden. Australiens Außenminister Bob Carr ist am Montag nach Tripolis gereist, um eine schnellstmögliche Freilassung auszuhandeln, wie das Ministerium auf seiner Homepage mitteilt. Demnach fordere Carr die unverzügliche Freilassung und konsularischen Zugang für die australische Staatsbürgerin Melinda Taylor.
In der vergangenen Woche war der ICC-Konvoi im westlibyschen Zintan angelangt – und prompt wieder abgewiesen worden. Offiziell wurden Sicherheitsbedenken angeführt, da in unmittelbarer Nähe Kämpfe wüteten, so wie auch in anderen Landesteilen am Mittwoch. Insgesamt sollen bei den bewaffneten Scharmützeln 15 Menschen ums Leben gekommen sein.
Die vier Mitarbeiter des ICC waren im 180 Kilometer westlich von Tripolis gelegenen Zintan verhaftet worden, weil sie »verdächtige Dokumente« mit Saif al-Islam al-Gaddafi ausgetauscht hätten, die angeblich von dessen engen Mitarbeiter Mohammed Ismail – der per Haftbefehl gesucht wird – stammen.
Namentlich handelt es sich bei den inhaftierten ICC-Mitarbeitern um die Australierin Melinda Taylor, die Libanesin Helene Assaf, den Spanier Esteban Peralta Losilla und den Russen Alexander Khodakov. Von libyscher Seite heißt es, die vier ICC-Mitarbeiter würden 45 Tage in Untersuchungshaft verbringen müssen, bevor der Fall juristisch aufgerollt wird.
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