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Bei gewaltsamen Zusammenstößen in verschiedenen palästinensischen Flüchtlingslagern sind am Montag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und viele weitere verletzt worden.
Bereits am Freitag eskalierte ein Streit um Aufenthaltsdokumente im nordlibanesischen Lager Nahr al-Bared, in dessen Folge ein Anwohner durch Armeefeuer ums Leben kam. Bei dessen Beerdigung am Montag flammten die Spannungen zwischen Bewohnern und Armee wieder auf und mündeten abermals in bewaffnete Scharmützel. Auch im größten palästinesischen Flüchtlingslager im Libanon, in Ain al-Hilweh bei Saida, brachen daraufhin Unruhen aus, auch hier kam ein Mensch ums Leben.
Das Lager Nahr al-Bared, wenige Kilometer außerhalb von Tripoli, hatte im Sommer 2007 traurige Berühmtheit erlangt, als sich die salafistische Terrorgruppe Fatah al-Islam dort eingenistet hatte. Fatah al-Islam wurde in einem verlustreichen Kleinkrieg mit der libanesischen Armee aufgerieben, 168 der etwa 400 Todesopfer waren Soldaten.
Allerdings führten auch die libanesischen Streitkräfte den Kampf mit zweifelhaften Mitteln und machten das Flüchtlingslager nahezu dem Erdboden gleich. Bis heute sind zahlreiche Familien nicht in das einst 30.000 Einwohner umfassende Lager zurückgekehrt und leben stattdessen in den ohnehin überfüllten anderen palästinensischen Flüchtlingslagern, auch auf finanzielle Kompensationen durch die Zerstörung können die Palästinenser, die im Libanon rechtlich in vielen Bereichen benachteiligt werden, nicht hoffen.
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