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15.08.2012

Libanon: Meqdad-Clan auf Rache-Feldzug


Nach der Entführung eines Familienmitglieds in Syrien hat der libanesische Meqdad-Clan nach eigenen Angaben in Beirut Mitglieder der Freien Syrischen Armee (FSA) gefangen genommen.

 

Anfang der Woche hatte die FSA die Festnahme eines Scharfschützen der libanesischen Hizbullah vermeldet und in einem Video als Hassan Salim al-Meqdad identifiziert. Sowohl die Hizbullah als auch die Familie des Entführten hatten daraufhin dementiert, dass es sich bei der FSA-Geisel um ein Mitglied der schiitischen Miliz handelt.

 

Am Mittwoch schließlich griff der weit verzweigte Clan zu drastischen Schritten, um ihr Familienmitglied freizupressen. Familiensprecher Hatem al-Meqdad verkündete im libanesischen Fernsehsender New TV, dass »der militärische Arm« des Clans bis zu 30 syrische FSA-Kämpfer in und um Beirut festgesetzt habe, außerdem sei der türkische Staatsangehöriger Aydin Toufan entführt worden. Außerdem wolle der Clan »katarische und saudische Unterstützer und Finanziers« der FSA ausfindig und dingfest machen. Hatem al-Meqdad warnte außerdem Innenminister Marawan Charbel, sich »nicht einzumischen« und forderte die FSA direkt auf, Hassan al-Meqdad unverzüglich freizulassen.

 

Die Verbindung zur Hizbullah, die zu den engsten Verbündeten des Assad-Regimes im Libanon gehört, ist indes unklar. Einen öffentlichen Aufruf der schiitischen Miliz zur Mäßigung ignorierte der Clan bisher.



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