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Oppositionelle Kräfte haben bei den Parlamentswahlen in Kuwait die Mehrheit der Sitze erringen können, wie die offiziellen Ergebnisse zeigen. Insgesamt 34 der 50 zu erringenden Mandate ging an Oppositionsblöcke. Die letzten Wahlen 2009 endeten noch mit einem Patt zwischen regierungsfreundlichen -kritischen Kräften im Parlament. Bei der insgesamt vierten Wahl innerhalb von sechs Jahren war die Wahlbeteiligung noch einmal von 58 auf 62 Prozent gestiegen.
Die größten Zuwächse verzeichneten islamistische Kräfte, die 23 im Vergleich zu 9 Sitzen im Jahr 2009 gewannen. Die islamistischen Kandidaten – Parteien sind in Kuwait nicht zugelassen – profitierten am meisten vom bestimmenden Wahlkampfthema Korruption, das Ende Dezember zur Auflösung des Parlaments, Entlassung des langjährigen Premiers Nasser Al Sabah und den Neuwahlen führte. Liberale Kräfte konnten mit dem gleichen Thema weniger punkten und stellen in der Nationalversammlung künftig nur noch zwei statt fünf Abgeordnete.
Auch die Schiiten – etwa 30 Prozent der Bevölkerung – verloren zwei Sitze und sind nun mit sieben Abgeordneten vertreten. Einen noch herberen Rückschlag erlebten die weiblichen Kandidaten: Kein der 23 Bewerberinnen schaffte den Sprung ins Parlament, auch die bisherigen vier weiblichen Angeordneten verloren allesamt ihr Mandat.
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