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Auch eine Woche nach Beginn des Streikes in Kirgistans größter Goldmine Kumtor konnten Gewerkschaftsvertreter und Betreiber Centerra Gold sich nicht auf einen Kompromiss einigen.
Die Angestellten fordern von Centerra Gold, für Sozialversicherungsbezüge, die Kirgistan in Staatsbetrieben eingeführt hatte, aufzukommen. Centerra Gold hingegen verweist auf einen eigenständigen Tarifvertrag und betrachtet den Streik als illegal. Die Kumtor-Mine wird in einem Jointventure von der kanadischen Centerra Gold und zu einem Drittel von der kirgisischen Regierung betrieben, sie kommt für 54 Prozent der Industrieproduktion und 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf.
Bereits seit Ende November hatten Anwohner gegen Kumtor protestiert und zeitweise die einzige Zufahrtsstraße blockiert. Sie fordern Anteil und Investitionen von den Gewinnen der Mine in ihrer Region. Zudem steht der Betreiber in der Kritik, Umweltbestimmungen kontinuierlich zu ignorieren und für Umwelt- und Gesundheitsbelastungen verantwortlich zu sein.
Die Proteste Ende 2011 reichten aus, um das Wirtschaftswachstum des zentralasiatischen Landes von 8,5 Prozent nach 11 Monaten auf 5,7 Prozent Ende Dezember schrumpfen zu lassen. Insgesamt soll der Streik das Land täglich umgerechnet 380.000 US-Dollar kosten.
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