Quicknews
Der Betreiber der Kumtor-Goldmine, der kanadische Bergbaukonzern Centerra, muss womöglich um seine Lizenz für die Goldmine Kumtor in Kirgistan fürchten.
In dieser Woche berät das Parlament in Bischkek über mögliche Konsequenzen aus einem Untersuchungsbericht des Hauses, das dem Konzern schwere Verstöße gegen Umwelt- und Sozialstandards vorwirft. Centerra weist die Beschuldigungen des Berichts rundweg zurück. Dennoch musste das Unternehmen nach der Präsentation des Berichts einen Kursverlust von fast 30 Prozent an der Börse in Toronto hinnehmen.
Allerdings ist ein Lizenzentzug oder gar eine Enteignung für Kirgistans Führung keine wirklich attraktive Option, schließlich fehlt dem Staat das Know-how, um den wichtigsten Devisenbringen des Landes in Betrieb zu halten.
Ende 2011 hatten Streiks und Blockaden bereits erheblichen Einfluss auf die Produktion in Kirgistans größter Goldmine gehabt, die für 54 des gesamten Industrieaufkommens und 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich ist. Mitte Februar hatte schließlich ein zehntägiger Arbeiterstreik die Mine lahmgelegt.
Während dieser Zeit hätten sich aufgrund der nicht mehr zu gewährleistenden Wartung Eisschäden in den Anlagen bemerkbar gemacht. Hatte Centerra zuvor noch einen Output von bis zu 625.000 Unzen Gold angepeilt, so korrigierte der Konzern die Erwartung auf 400.000 Unzen nach unten.
zenithDebatte
Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Religion verfechten ihren Standpunkt zu einem aktuellen Thema.
Kalender
zenith im Abo
Abonnieren Sie jetzt 6 Ausgaben zenith für 45 EUR im Jahr (36 EUR für Studenten)
zenith Edition
Reaching for the Sun?
The Search for Sustainable Energy Policies in North Africa and the Middle East