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Das Foto der iranischen Nachrichtenagentur Mehr wirkt auf den ersten Blick wie ein gephotoshoppter Seitenhieb auf den 33. Jahrestag der Rückkehr Ayatollahs Khomeinis aus dem französischen Exil.
Das Konterfeit des Revolutionsführers, geleitetet von zwei Wachen, entsteigt dem Flugzeug und schreitet entlang der salutierenden Soldaten auf dem Rollfeld. Absurd wirkt der zweidimensionale Ayatollah, weil seine Pappstatur zwar knapp zwei Meter misst, aber nicht einmal Rumpf, Beine oder Arme besitzt. Viel absurder allerdings ist, dass es sich hierbei tatsächlich um die offiziellen Gedenkfeierlichkeiten der Islamischen Republik handelt.
Alle wichtigen Stationen von Rückkehr und Ankunft des 1989 verstorbenen Revolutionsführers soll der Aufsteller mitsamt seiner menschlichen Begleiter nachstellen. Ob das Reenactment aber tatsächlich den gewünschten Effekt erzielt, darüber kann zumindest gestritten werden. Der inzwischen weitgehend entmachtete Ex-Präsident und Milliardär Haschemi Rafsandschani nannte die ganze Zeremonie absurd und befürchtete, sie »werde unseren Gegnern erlauben, sich über uns lustig zu machen.«
Die hier erwartete Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Im Internet kursiert eine Fülle von Parodien, nicht selten mit einem süffisanten Hinweis auf den götzenverdächtigen Charakter der Pappfigur. So dichten auf Youtube Iraner »Moghavar e-Emam –Die Pappe ist Imam!«.
Andere treiben die Realsatire auf die Spitze und verfrachten Khomeinis Papp-Konterfeit per Photoshop in alle möglichen Schauplätze der Weltgeschichte. Aus dem Iran gibt es zum regen Interesse der Internet-Gemeinde an der Papp-Prozession keine offizielle Stellungnahme. Das Staatsfernsehen entschied sich jedoch, die Live-Übertragung nicht fortzusetzen.
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