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31.05.2012

Kenias Armeechef: Shabaab-Hochburg Kismayo fällt bis August


Kenias Armeechef hat gegenüber dem Sender Capital FM angekündigt, dass die Hochburg der islamistischen Shabaab-Milizen, die Hafenstadt Kismayo, bis spätestens August eingenommen werden soll.


Außerdem deutete Julius Karangi an, dass eine Eroberung der 180.000 Einwohner großen Stadt bereits vor einigen Monaten möglich gewesen wäre – und zwar durch kenianische Streitkräfte. Verhindert habe das ein Abkommen, dass vorsah, dass alle an der von der UN mandatierten AMISOM-Mission beteiligten Staaten sich an der Einnahme beteiligt werden sollen.


Seit Oktober hatte Kenia seine Truppenstärke aufgestockt, um von Süden her die Stellungen der Shabaab, von denen aus in den vergangenen Jahren immer häufiger Angriffe nach Kenia ausgingen, den Garaus zu machen. Die letzten offiziell verkündeten militärischen Erfolge liegen allerdings schon knapp ein Vierteljahr zurück: Im Febraur vermeldeten Kenias Streitkräfte die Städte Badhaadhe und Baidoa. Bereist damals war über eine baldige Offensive in Richtung spekuliert worden.


Unklar ist dagegen noch die Lage in der nur wenige Kilometer nordwestlich von Kismayo gelegenen Kleinstadt Afmadow. Die Shabaab ließen am Donnerstag Berichte über eine Einnahme der strategisch wichtigen Stellung umgehend dementieren, Kenias Militär ließ daraufhin verlautbaren, Afmadow, »bis Sonnenuntergang« unter seine Kontrolle zu bringen.


Derweil begann in Istanbul Vertreter aus 54 Staaten zusammen, um über die Zukunft des Landes am Horn von Afrika zu beraten. Die von der Türkei anberaumte internationale Konferenz rief die somalische Übergangsverwaltung auf, den vereinbarten Zeitplan einzuhalten, um am 20. August einen neuen Präsidenten zu wählen. Zudem soll auf der Konferenz eine Roadmap für Somalia bis 2015 verabschiedet werden. Die türkischen Gastgeber riefen außerdem dazu auf, in Somalia zu investieren. So erklärte etwa Vize-Premier Bekir Bozdag, dass die Hauptstadt Mogadischu »bereit für Geschäfte« sei.



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