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Der kenianische Regierungssprecher Alfred Matua bestätigte, dass kenianische Truppen ins Nachbarland Somalia einmarschiert sind. Er sagte, dass das kenianische Militär gezielt Kämpfer der Al-Shabaab-Miliz angegriffen hätte, weil diese laut kenianischer Darstellung mehrfach auf Flüchtlingslager nahe der kenianisch-somalischen Grenze geschossen und dort sogar Menschen verschleppt hätten.
Laut Augenzeugenberichten hätten 25 Militärfahrzeuge die Grenze nach Somalia überquert. Außerdem wurden Stellungen der Al-Shabaab mit Flugzeugen bombardiert. Nach Berichten der britischen BBC wurden in der vergangenen Woche zwei ausländische Helfer aus dem Flüchtlingslager Dadab entführt. Zudem verschleppten Unbekannte zwei Touristinnen aus Großbritannien und Frankreich. Vor allem die Übergriffe auf Touristen sieht Kenia als Gefahr für die eigene Tourismusindustrie.
Somalias UN-Botschafter Omar Jamal kritisierte das Eindringen kenianischer Truppen in sein Land: »Das ist eine Verletzung unserer Souveränität, die wir nicht hinnehmen können, auch wenn wir die kenianischen Beschwerden gut nachvollziehen können.« Al-Shabaab Anführer Hassan Turki kündigte hingegen konkrete Schritte seiner Miliz an, um die kenianischen Truppen aus ihrem Einflussgebiet mit Gewalt zurückzudrängen.
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