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Ein Gericht im Oman hat zwei landesweit bekannte Journalisten zu jeweils fünf Monate Gefängnis verurteilt. Der Vorwurf: Ministerbeleidigung. Die Mitarbeiter der Zeitung Azzaman,Yusuf al-Haj und Ibrahim al-Maamary hätten den omanischen Justizminister Mohammed Bin Abdullah Al Hinai in einem ihrer Artikel zu Unrecht der Korruption und des Betrugs bezichtigt.
Die britische BBC berichtet, dass eine Schließung der Azzaman-Redaktion noch verhindert werden konnte. Der Anwalt der Journalisten konnte außerdem eine kurzfristige Inhaftierung seiner Mandanten verhindern und Berufung einlegen. Am 15. Oktober wird ein endgültiges Urteil erwartet. Vor Gericht sagte Yusuf al-Haj, dass er zu seinem Artikel steht, da es für die Anschuldigungen »eindeutige Beweise« gebe.
Zuvor hatte die internationale NGO »Reporter ohne Grenzen« einen offenen Brief an den omanischen Herrscher Sultan Qabus geschrieben, indem sie ihre »Sorgen um die Presse- und Meinungsfreiheit im Oman« äußerte. Auch der Oman erlebte ein Stück Arabischen Frühlings. Im Februar und März gingen tausende Omanis gegen Korruption und für bessere Lebensbedingungen, aber ausdrücklich nicht gegen den Sultan auf die Straße.
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