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10.03.2011

Jemen: Salih verspricht neue Verfassung


Jemens Präsident Ali Abdullah Salih gab am Donnerstag bekannt, dass eine neue Verfassung für das südarabische Land erarbeitet werden soll.



Sie werde noch innerhalb dieses Jahres dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden, wie der Sender Al-Jazeera berichtete.



Damit versucht der bedrängte Präsident, der seit nunmehr 32 Jahren das Land regiert, der Protestbewegung entgegenzukommen, die seit einigen Wochen weit reichende Reformen fordert. Die Opposition allerdings lehnt den Vorschlag ab. Zuletzt hatte sie Salih im Rahmen eines 10-Punkte-Plans in Aussicht gestellt, Ende 2011 aus dem Amt zu scheiden. Dieser allerdings will bis mindestens 2013 im Amt bleiben.



Die Unruhen im Jemen, die nach den Protesten in Tunesien und Ägypten aufkamen, hatten sich in den letzten Tagen radikalisiert. Laut der Nachrichtenagentur AFP, kam es am Mittwoch im Süden des Landes zu Zusammenstößen zwischen Anhängern des Präsidenten und Oppositionellen, die einen Toten forderten.



Einen Tag zuvor hatte die Armee den Universitätscampus der Hauptstadt Sanaa gestürmt, der zu einem Zentrum der Proteste geworden war. Ein Student kam hierbei ums Leben.



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