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Israels Oberster Gerichtshof hat Urteil und Strafmaß gegen Ex-Präsident Moshe Katzav bestätigt. Im Dezember 2010 hatte ein Tel Aviver Bezirksgericht das ehemalige Staatsoberhaupt zu sieben Jahren Gefängnis wegen Vergewaltigung verurteilt. Katzav hatte daraufhin Berufung eingelegt und nun bei der obersten juristischen Instanz des Landes eine Niederlage erlitten.
Beobachter werten den Richterspruch auch als Grundsatzurteil: Der 66-Jährige hatte stets darauf beharrt, dass er einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit seiner Angestellten hatte. Die Botschaft, die von der Entscheidung des Obersten Gerichts ausgehe, sei, dass sexuelle Beziehungen in solch hierarchischen Ordnungen nicht einvernehmlich sein können.
So auch der Tenor der beiden prominentesten Politikerinnen des Landes, Kadima-Vorsitzende Tzipi Livni und Awoda-Chefin Shelly Yachimovich. Ex-Außenministerin Livni erklärte, dass das Urteil Frauen im ganzen Land ermutige, sexuelle Belästigung im Arbeitsplatz auch zur Anklage zu bringen. Yachimovich, die beim Prozess auch als Zeugin der Anklage auftrat, gab zur Protokoll zwei Signale aussende: Gleichheit vor dem Gesetz sowie das Selbstbestimmungsrecht von Frauen über ihren Körper.
Katzav, der von 2000 bis 2006 an der Spitze des israelischen Staates stand, ist der bisher höchstrangigste israelische Offizielle, der zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Am 7. Dezember soll Katzav seine Strafe antreten.
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