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Hagai Amir, Bruder des Rabin-Attentäters Yigal Amir und Mitangeklagter im Mordprozess, ist am 4. Mai nach Ende seiner Haftstrafe auf freien Fuß gekommen.
Amir war als Mitverschwörer zu 16,5 Jahren Haft verurteilt worden, während sein Bruder Yigal, der Todesschütze, lebenslang hinter Gittern musste. Jitzhak Rabin war am 4. November 1995 vom orthodoxen Extremisten Yigal Amir erschossen worden.
Die Haftentlassung von Hagai Amir verschärft die ohnehin großen Spannungen der politischen Lager in Israel. Gerade im Internet sammeln sich rechtsgerichtete Unterstützer und Fans von Amir, die zwar nicht explizit den Mord, aber das Ende der Rabin-Ära ausdrücklich begrüßen.
Unbehagen äußerten die Bewohner der Siedlung Shavei Shomron im Norden des Westjordanlandes, die Plakate mit der Aufschrift »Mord ist nicht unser Weg«, aufhangen. Amir hatte angekündigt, den ersten Schabbat auf freiem Fuß in der Siedlung verbringen zu wollen.
Problematisch ist die rechtzeitige Entlassung Amirs vor allem, da er während der gesamten Haft keinerlei Zeichen von Reue erkennen ließ. Unmittelbar nachdem Amir das Ayalon-Gefängnis in Ramla verlassen hatte, zeigte er sich den wartenden Reportern mit Victory-Zeichen und gab zu Protokoll, stolz auf die Beteiligung an dem Mord zu sein.
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