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Khatam al-Anbia, ein Unternehmen der Revolutionsgarden, plant, die iranische Zentralwüste über Leitungen aus dem Kaspischen Meer zu bewässern. Die Kosten für das Projekt sollen sich auf etwa 1 Milliarde US-Dollar belaufen.
Wie iranische Zeitungen berichten, sollen nach Fertigstellung des Projektes jährlich 500 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Kaspischem Meer in Fabriken entsalzt und in Dürregebiete im Zentraliran fließen, wo es vor allem als Trinkwasserreservoir und zur industriellen Kühlung dienen soll. Insgesamt soll sich das Kanalnetz über 3500 Kilometer ziehen. In den kommenden zwei Jahren soll in einer ersten Phase Wasserleitungen ins zentraliranische Semnan – die Heimatstadt von Mahmud Ahmadinejad – gelegt werden.
Sinn und Nutzen des Bewässerungsprojekts sind allerdings umstritten. Auf der Internetseite Jam-e-Jam Online fragt man sich: »Plan oder Traum?« und veröffentlicht dazu die Meinung des Geografen Parviz Kardavani. Er hält das neue Projekt für eine alte Vision, die schon unter dem Schah in verschiedener Form geplant, aber letztlich nie realisiert werden konnte. Statt solch kostspieliger Megaprojekte solle doch vor allem in wassersparende Anwendungen investiert und der Wasserverbrauch gesenkt werden.
Die Zeitung Abrar wiederum zitiert Abgeordnete aus den nordiranischen Städten Noshahr und Chalous, die bemängeln, dass dem Projekt die notwendige sachkundige Begutachtung und nicht zuletzt Finanzierungskredite fehlen würden.
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