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Iraks flüchtiger Vizepremier hat erneut schwere Vorwürfe gegen die irakischen Sicherheitsbehörden erhoben und behauptet, dass zwei weitere seiner Bodyguards unter Folter ums Leben gekommen seien, wie Tariq al-Haschemi auf seiner Webseite bekannt gab.
Bereits Mitte März war Haschemis ehemaliger Leibwächter Amir Sarbut Zaidan al-Batawi in irakischer Haft gestorben, die Behörden bestanden allerdings auf einer natürlichen Todesursache, während Haschemi Fotos von Folterspuren präsentierte. Nun streiten die Sicherheitskräfte in Bagdad ab, dass die beiden anderen Bodyguards überhaupt gestorben seien.
Haschemi droht seit Dezember in Bagdad eine Anklage, der Stellvertreter von Nuri al-Maliki wirft den Behörden nun vor, aus seinen Leibwächtern Geständnisse herauszufoltern. Der Premier wirft seinem Vize Haschemi vor, Todesschwadronen gegründet und für Anschläge gegen Institutionen des Staates verantwortlich zu sein. Im Dezember hatte sich Haschemi in die Autonome Region Kurdistan abgesetzt, nachdem Bagdad einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hatte.
Zuletzt protestierte Bagdad scharf, dass sowohl die Golfstaaten Katar und Saudi-Arabien, als auch das Nachbarland Türkei Haschemi die Einreise genehmigten. Auch in Richtung Erbil hagelte es Kritik aus Bagdad, mit der Ausreisegenehmigung für Haschemi habe die Autonomieregierung in Irakisch-Kurdistan gegen geltendes Recht verstoßen. Haschemi selbst weist die Vorwürfe rundweg zurück und sieht sich als Opfer einer politischen Kampagne.
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