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31.05.2012

Irak: 4. Auktionsrunde für Öl und Gas endet enttäuschend


Die insgesamt 4. Auktionsrunde für Iraks Öl- und Gasvorräte ist nach zwei Tagen am Donnerstag mit nur drei Abschlüssen zu Ende gegangen.


Im Gegensatz zu den vorherigen drei Bieterrunden, bei denen es um die Förderrechte in bereits bestehenden Feldern ging, standen diesmal insgesamt 12 noch nicht explorierte Felder zur Disposition, die Konzessionen gelten sowohl für Exploration als auch zur Förderung. Am Ende der 4. Auktionsrunde seit beginn der Konzessionsvergaben im Dezember 2009 standen nun allerdings nur drei Abschlüsse zu Buche.


Bereits am Mittwoch sicherte sich ein Konsortium aus Kuwait Energy, der türkischen TPAO sowie der in Dubai ansässigen irischen Dragon Oil die Rechte für einen 900 Quadratkilometer großen Explorationsblock in der Provinz Basra. Am Donnerstag schließlich gewann zunächst das Bieterkonsortium der russischen Lukoil und der japanischen Inpex die Rechte für ein Feld in den Provinzen Dhi Qar und Muthanna, bevor sich Pakistan Petroleum die Rechte für ein 6.000 Quadratkilometer großes Feld in den zentralirakischen Provinzen Wasit und Diyala sicherte. Für die restlichen Felder fanden sich keine Käufer, für einige Explorationsblöcke trotz mehrfacher Ausschreibung sogar nicht mal ein Bieter.


Auch wenn in der Auktionsrunde keine Felder auf dem Gebiet der Kurdischen Autonomieverwaltung feilgeboten wurden, bestimmte der lodernde innerirakische Konflikt wohl nicht unerheblich das Bieterverhalten.


Seit Anfang April verschlechtern sich die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Bagdad und Erbil zusehends. Im Zentrum der Streitigkeiten sind dabei wieder einmal die noch immer nicht vollends geklärten Abkommen über Ölexport und -gewinnverteilung. Seit dem 1. April hat die Kurdische Autonomieverwaltung den Ölexport Richtung Bagdad eingestellt – entgegen der Verpflichtung, für das Haushaltsjahr 2012 täglich 175.000 Fass am Tag bereitzustellen.


Zuletzt warnte Bagdad internationale Ölfirmen nochmals ausdrücklich, diese nicht nur von künftigen Bieterrunden auszuschließen, sollten sie separate Abkommen mit Erbil schließen, sondern auch bestehende Verträge zu annullieren und neu auszuschreiben.



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