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Ein Internet-Hoax, der in den vergangenen Tagen virtuell die Runde gemacht hatte, ist bereits entlarvt worden.
Im Zentrum stand dabei der tunesische Schwimmer Taki Mrabet. Angeblich, so ein Foto, das den Schwimmer im Profil zeigt, habe er den Start verweigert, da mit dem Israeli Gal Nevo ein früheres Mitglied der Armee im Becken sei, der für die tägliche Bombardierung des Gaza-Streifens verantwortlich sei.
Ein Video des Vorlaufs über 400 Meter Lagen am Samstag zeigt allerdings eindeutig: Mrabet und Nevo starteten beide ins Rennen, der Tunesier auf Bahn 8 und der Israeli auf Bahn 1. Nach etwa der Hälfte der Strecke unterlief ihm jedoch ein technischer Fehler, für den er noch vor Ablauf des Rennens disqualifiziert worden war. Gerüchte, wonach Mrabet die Disqualifikation bewusst als Protest inszeniert hatte, erwiesen sich schnell als falsch. Mrabet meldete sich inzwischen selber beim arabischen Programm der BBC zu Wort – und stellte unmissverständlich klar, dass sein Ausscheiden im Aquatics Centre völlig unpolitisch gewesen sei.
Das tunesische Schwimmteam kann sich nun wieder voll auf den Sport konzentrieren – und das mit durchaus berechtigten Medaillenhoffnungen. Am 3. August steigt Superstar Oussama Mellouli ins Becken, um seinen Überraschungscoup von 2008 zu wiederholen. Bei den Spielen von Peking hatte der Tunesier den Australier Grant Hackett über 1500 Meter Freistil geschlagen und die erste Schwimmgoldmedaille für das nordafrikanische Land gewonnen.
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