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13.04.2012

Indien erlaubt Pakistan Direktinvestitionen


In einem weiteren Schritt zur bilateralen Handelsliberalisierung wird Indien seinem Nachbarn Pakistan Direktinvestitionen (FDI) gewähren. Das gab Handelsminister Anand Sharma auf einer Pressekonferenz am Rande einer Messe in Neu-Delhi bekannt.


Bislang mussten pakistanische Unternehmer für den Export nach Indien den Weg über Drittländer in Kauf nehmen. Nachdem Pakistans Präsident Zardari Indien bereits im November das so genannte Meistbegünstigtenprinzip angeboten hatte, soll der bilaterale Handel vom derzeitigen Volumen von jährlich 2,8 Milliarden auf bis zu 8 Milliarden US-Dollar ankurbeln.


Zu diesem Zweck sollen auch eine Reihe neuer Grenzposten erreichtet werden. Am Freitag etwa wollen Sharma und sein pakistanischer Kollege Makhdoom Amin Fahim den Grenzposten Wagah zwischen Lahore und Amritsar eröffnen.


Die Entspannungspolitik zwischen den Nachbarn erfolgt zu einer einer Zeit, in der auf der politischen Ebene zuletzt kaum mehr Fortschritte zu verzeichnen waren. So stagniert der Friedensprozess in Kaschmir trotz mehrerer Annäherungsversuche weiter, zudem sorgt der Haftbefehl für den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge von Mumbai 2008, den Islamisten Hafiz Saeed, der sich offen in Pakistan aufhält, für Missstimmung zwischen den Atommächten.



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