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Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes (ICC) in Den Haag, Luis Moreno Ocampo, hat die Internet-Kampagne der Organisation »Invisible Children« unterstützt.
Die 29 Minuten lange Dokumentation über den vom ICC gesuchten Chef der Lord`s Resistance Army (LRA), Joseph Kony, hat bisher über 50 Millionen Visits auf Youtube generiert. Das Hashtag #StopKony gehörte in den vergangenen Tagen zu den Top Trending Topics weltweit.
Die Macher der Doku mussten sich allerdings auch Kritik gefallen lassen, etwa dass sie in ihrem Film dramatisieren und vereinfachen würden. In Uganda, wo Kony im Grenzgebiet zum Kongo und der Zentralafrikanischen Republik vermutet und auch von 100 US-Spezialstreitkräften gejagt wird, fragten sich Kommentatoren, für wen man Kony berühmt machen solle, schließlich seien er und seine Miliz im Land hinlänglich bekannt, einen Vorteil bei der Ergreifung des Milizenführers, der in den 1990er Jahren für die Rekrutierung von Kindersoldaten berüchtigt war, sieht man dort nicht.
ICC-Chef-Ankläger Ocampo hingegen nahm die Aktivisten von »Invisible Children« in Schutz und sagte gegenüber der BBC: »Das sind Jugendliche aus Kalifornien, sie könnten auch an den Strand zum Surfen fahren, aber sie setzen sich für diesen Zweck ein und schaffen Aufmerksamkeit für ein Thema, für das sich vorher niemand interessiert hat.«
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