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13.04.2012

Hat Marokko UN-Mission in der Westsahara ausspioniert?


Ban Ki-moon verdächtigt möglicherweise Marokko, die UN-Mission in der Westsahara ausspioniert und bei der Ausübung ihrer Tätigkeit vorsätzlich gestört zu haben, wie aus einem Bericht des UN-Generalsekretär hervorgeht, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.


In dem 28-seitigen Report an den UN-Sicherheitsrat beklagt Ban, dass die UN-Mission »nicht in der Lage ist, ihre friedenssichernde Beobachtungs- und Berichterstattungsfunktion zu erfüllen und nicht von ihrer Autorität Gebrauch machen kann, um diese Erosion umzukehren«.


Konkreter wurde Ban beim Spionagevorwurf: »Es gibt Hinweise, dass die Vertraulichkeit der Kommunikation zwischen MINURSO und dem UN-Hauptquartier in New York zumindest in einem Fall untergraben worden ist«.


Marokko hatte die frühere spanische Kolonie 1975 annektiert, daraufhin entspann sich ein bewaffneter Konflikt, auf sahrawischer Seite vor allem unter Führung der »Frente Polisario«. Seit 1991 sind die Vereinten Nationen mittels der 230 Mann starken »United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara« (MINURSO) um eine Lösung des Konflikts bemüht.


Während der letzten ergebnislosen Verhandlungen stellte etwa Marokko einen Autonomieplan für das umstrittene Gebiet vor, während die »Frente Polisario« weiter auf dem 1991 in Resolution 690 vorgesehenen Referendum besteht, der auch die Möglichkeit einer vollständigen Unabhängigkeit miteinschließt.



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