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17.11.2011

Griechisch-Orthodoxe Kirche: Katar-Fonds statt Euro-Bonds


Prunk war gestern: Die griechisch-orthodoxe Kirche leidet unter den Auswirkungen der griechischen Finanzkrise und sucht fieberhaft nach Möglichkeiten, die eigenen Einnahmen zu vergrößern. Unerwartete Hilfe könnte dabei aus Katar kommen: Ende Oktober stattete der Athener Erzbischof Hieronymos II. dem Emirat einen Besuch ab und beriet sich dort mit Vertretern der Regierung. Kern des Problems sind sinkende Mieteinnahmen aus Kirchenbesitztümern, die allein im vergangenen Jahr um mehr als drei Millionen Euro auf 9,2 Millionen Euro gesunken sind.


Abhilfe soll nun die gewerbliche Nutzung verlassener Grundstücke bringen. So der Bischof nach Angaben der griechischen Tageszeitung Ta Nea unter anderem vorgeschlagen haben, Marmorsteinbrüche und Solarfarmen auf brachliegenden Flächen anzusiedeln. Allein in den drei größten Städten des Landes, Athen, Piräus und Thessaloniki, sind mehr als ein Viertel der 486 Kirchengrundstücke gegenwärtig verlassen. Wie das Emirat auf den Vorschlag des Geistlichen reagierte, ist nicht bekannt.



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