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Mindestens 80 Menschen sind nach drei Tagen anhaltender Gewalt im Norden Nigerias ums Leben gekommen. Seit gestern haben die nigerianischen Behörden deshalb eine Ausgangssperre für den gesamten Bundesstaat Kaduna verhängt, in dem sich die heftigsten Ausschreitungen zwischen Christen und Muslimen abspielten.
Entzündet hatte sich die neuerliche Gewaltwelle nach zwei Anschlägen der islamistischen Boko Haram auf Kirchen in der Bundesstaatshauptstadt Kaduna. Daraufhin sollen bewaffnete Mobs aufgebrachter christlicher Anwohner marodierend durch muslimische Viertel gezogen sein, um Vergeltung zu üben.
In der Stadt Damaturu im Bundesstaat Yobe, nordöstlich von Kaduna, lieferten sich nigerianische Streitkräfte und bewaffnete Kämpfer von Boko Haram schwere Gefechte, auch dort gilt seitdem eine Ausgangssperre.
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