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Die britische Zeitung The Guardian veröffentlichte am Dienstag geheime Dokumente, die belegen dass der jordanische Premierminister Maarouf al-Bakhit in ein hoch umstrittenes Projekt verwickelt ist. Das Megakasino am Ufer des Toten Meeres sollte als touristische Attraktion mehr Besucher anlocken. Für die Ausnahmegenehmigung, so berichtet The Guardian, sollen »mehrere Millionen Dollar« an Schmiergeldern geflossen sein.
Der Fall sorgt in Jordanien für Aufregung, weil dort Glücksspiel eigentlich illegal ist. Trotzdem hat die Regierung von Maarouf al-Bakhit, und wie jetzt eben bekannt wurde unter seiner ausdrücklichen persönlichen Mitwirkung, einen Vertrag unterschrieben. Diese Vereinbarung legt der fest, dass Jordanien mit rund 1,4 Milliarden US-Dollar haften muss, wenn das Projekt nicht zustande kommt. Darüber hinaus bindet sich der jordanische Staat für ein halbes Jahrhundert an den britischen Investor Oasis, der das Kasino bauen und betreiben soll.
Und nicht nur das Projekt »Casinogate« am Toten Meer sondern auch zwei weitere ähnliche Projekte sind auffällig nah an der Grenze zu Israel geplant. So würde auch die Tourismusbranche in Israel stark davon profitieren, alle Risiken trägt aber der jordanische Steuerzahler. Eine Tatsache, die für mehr Empörung sorgt und erste Rücktrittforderungen gegen al-Bakhit laut werden lässt.
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