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Der Golf-Kooperationsrat (GCC) hat die jordanische Bewerbung für eine Mitgliedschaft in der Staatengruppe angenommen und wird auch das marokkanische Gesuch prüfen.
Das teilte GCC-Generalsekretär Abd al-Latif al-Zayani nach dem 13. Gipfeltreffen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad mit. »Die Staatsoberhäupte des Golf-Kooperationsrates begrüßen die Bewerbung des Haschemitischen Königreiches Jordanien, dem Rat beizutreten und haben ihre Außenminister instruiert, in Verhandlungen zu treten, um die Prozeduren abzuschließen«, erklärte al-Zayani. In gleicher Weise würde auch die marokkanische Bewerbung geprüft werden, hieß es weiter.
Die Mitgliedschaft im Golf-Kooperationsrat würde jordanischen und marokkanischen Bürgern ermöglichen, in den Partnerstaaten ohne Visum einzureisen, zu leben, zu arbeiten sowie Besitz zu erwerben. Neben den bisherigen sechs Mitgliedern Saudi-Arabien, VAE, Bahrain, Katar, Kuwait und Oman würden erstmals Staaten außerhalb der Golf-Region werden – mit Marokko sogar das am weitesten westlich gelegene Land der arabischen Welt.
Gleichzeitig sind Marokko und Jordanien die einzigen arabischen Monarchien außerhalb der Golf-Region und im Verlauf der vergangenen Monate zunehmend im Innern unter Druck geraten. Kritiker sehen daher in den Erweiterungsplänen eine direkte Reaktion auf die Protestwelle der arabischen Welt und ein Absicherungsbündnis der unter Druck geratenen Monarchien.
Ob auch der Jemen, das als bisher einziges Land der Arabischen Halbinsel kein GCC-Mitglied ist und lediglich Beobachter-Status genießt, in absehbarer Zeit dem Bündnis betreten wird, ist dagegen unklar. Al-Zayani, dessen Übergangsverhandlungen in der vergangenen Woche in Sanaa gescheitert waren, rief Präsident Saleh nach dem GCC-Gipfeltreffen abermals auf, sich an der Verhandlungslösung zur Überwindung der Krise im Jemen zu beteiligen.
Neben der Ankündigung baldiger Aufnahmeverhandlungen gab al-Zayani keine weiteren Details zum Aufnahmeprozedere und möglichen Rahmendaten bekannt.
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