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Frankreich wird seine Kooperation mit Mali vorerst einstellen. Das erklärte Außenminister Alain Juppé am Donnerstag, eine Tag nachdem meuternde Truppen die Regierung und Präsident Amadou Toumani Touré für abgesetzt erklärt hatten.
»Wir fordern die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung«, sagte Juppé gegenüber dem französischen Radiosender Europe 1. Die humanitäre Hilfe wolle die ehemalige Kolonialmacht jedoch weiterführen ebenso wie den gemeinsamen Kampf gegen den »Al-Qaida im Islamischen Maghreb« (AQIM).
Doch auch unter dem nun offenbar abgesetzten Präsidenten Touré, dessen Aufenthaltsort weiter unbekannt ist, war das französisch-malische Verhältnis bereits angespannt. So stand Paris der militärischen Antwort Bamakos auf die Mitte Januar ausgebrochene Tuareg-Rebellion im Norden des Landes skeptisch gegenüber und forderte eine politische Verhandlungslösung und eine beiderseitige Waffenruhe.
Während Frankreichs Minister für Internationale Beziehungen Henri De Raincourt nach seinem Besuch im Kriegsgebiet Ende Februar Malis Armee für ihr Vorgehen auch gegen die Zivilbevölkerung scharf kritisierte, sahen sich die malischen Streitkräfte von ihrer Regierung im Stich gelassen und forderten immer wieder eine bessere Ausrüstung im Kampf gegen die Tuareg-Rebellen.
Malische Armeekreise warfen gegenüber der Zeitschrift Jeune Afrique Frankreich gar vor, mit der Azawad-Befreiungsfront hinter dem Rücken Malis zu kollaborieren. Die Zeitschrift weiß zudem zu berichten, dass Touré seinem Amtskollegen Sarkozy die Errichtung einer französischen Militärbasis für den Kampf gegen AQIM im malischen Mopti verweigert habe.
Auf internationaler wie regionaler Ebene stößt der Putsch von Bamako fast einhellig auf Ablehnung. Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, die noch Anfang der Woche für eine regionale Unterstützung der malischen Regierung geworben hatte, verurteilte die »fehlgeleitete Aktion der Meuterer«. Jean Ping, Generalsekretär der Afrikanischen Union, die noch am Dienstag in Bamako getagt hatte, sagte: »Wir akzeptieren Staatsstreiche nicht mehr länger.«
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