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Nachdem der emiratische Staatsfonds International Petroleum Investment Company (IPIC) seinen Anteil am krisengeschüttelten Industriedienstleister Ferrostaal Ende Oktober abgestoßen hat, ist das deutsche Traditionsunternehmen auf einen neuen Investor gestoßen - abermals aus Abu Dhabi. Das private Bauunternehmen Commodore Contracting hat sich bereit erklärt, für einen noch nicht bekannten Betrag 25 Prozent von Ferrostaal übernehmen zu wollen.
Zuletzt stand es alles andere als rosig um die Zukunft des Essener Konzerns: Zur Sanierung möchte man allein am Heimatstandort rund ein Viertel aller Arbeitsplätze abbauen – wegen anhaltendem Auftragsrückgang rechnet das Unternehmen nicht mehr mit einer ausgeglichenen Jahresbilanz.
Seit Januar 2008 gehörten IPIC 70 Prozent von Ferrostaal, während lediglich 30 Prozent im Besitz von Lastwagenhersteller MAN verblieben. Der Deal umfasste damals 700 Millionen Euro. Nach jahrelangen Querelen um millionenschwere Korruptionszahlen wollte IPIC das mehr und mehr zur Last werdende Unternehmen wieder abstoßen, was sie letztendlich juristisch durchsetzten.
Auf Distanz zum Königshaus Abu Dhabis geht Ferrostaal trotzdem nicht: Commodore Contracting befindet sich im Besitz von Scheich Tahnoon bin Saeed bin Shakhboot Al Nahyan, Mitglied der Herrscherfamilie.
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