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In Nicaragua wird die Kritik an Präsident Daniel Ortegas Asyl-Angebot für Muammar al-Gaddafi lauter. »Nicaragua hat weder das politische Standing noch kann es dem Druck der internationalen Gemeinschaft und des Strafgerichtshofs in Den Haag standhalten«, sagt Henry Ruiz, prominenter Kommandant der sandinistischen Revolution von 1979 und ehemaliger Kampfgenosse Ortegas, im Gespräch mit zenith – Zeitschrift für den Orient. Nicaragua habe noch nicht einmal »die technischen Voraussetzungen, um die Sicherheit des Gaddafi-Clans hier zu gewährleisten«.
Die Idee, Gaddafi in einem kleinen mittelamerikanischen Land aufzunehmen klinge, so Ruiz, »eher nach einer Geschichte von Gabriel Garcia Marquez als nach politischer Realität.«
Ruiz wies darauf hin, dass Libyen unter Gaddafi das arme Nicaragua mit Entwicklungshilfegeldern unterstützt habe. Ruiz bekleidete einige Jahre das Amt des Ministers für Internationale Kooperation und reiste in dieser Funktion mehrmals nach Libyen.
Ein Teil der Gaddafi-Familie befindet sich derzeit in Algerien, der Aufenthaltsort des ehemaligen libyschen Staatschefs ist aber unbekannt.
Lesen Sie das vollständige Interview mit Henry Ruiz hier:
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