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Mehr als ein Jahr dauerten die Korruptionsermittlungen gegen das indische Mobilfunk-Joint-Venture Etisalat DB, jetzt zieht das emiratische Unternehmen einen Schlussstrich. Vor drei Wochen erging das Urteil des Obersten Gerichtshofs in Neu Delhi, insgesamt 122 Mobilfunklizenzen zurückzuziehen, darunter auch 15 des aus Abu Dhabi stammenden Unternehmens. In dem Skandal um bestochene Minister und unter Marktwert vergebene Lizenzen wurde bereits mehrere Manager und Politiker verhaftet.
Etisalat schreibt damit nach eigenen Angaben 827 Millionen US-Dollar ab – 2008 hatte man 900 Millionen Dollar in den damals Swan Telecom genannten indischen Anbieter investiert. Auch Bahrains Batelco und die norwegische Telenor haben sich bereits aus Indien zurückgezogen. Telenor beschuldigte seinen lokalen Partner, sich des Betrugs schuldig gemacht zu haben. Den ausländischen Investoren steht es offen, in anstehenden Lizenzauktionen sich abermals um Beteiligungen zu bewerben.
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