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Gleich zwei Boykottversuche haben den März nicht überlebt: Der genossenschaftlich geführte Supermarkt Park Slope Food im US-amerikanischen Brooklyn, New York, hat sich nach großem Medienrummel gegen den Boykott israelischer Produkte ausgesprochen. Die Commedysendung »Daily Show« hatte sich in dieser Woche in einem Bericht über das geplante Programm lustig gemacht und so die Medienberichterstattung ins Laufen gebracht. Rund 60 Prozent der Genossenschaftsmitglieder sprachen sich gegen einen Boykott aus.
Wenige Tage zuvor hatte die israelische Regierung ihre Nichtwürdigung der amerikanischen Lobbyorganisation J Street beendet. Die mehrheitlich jüdische Organisation versucht seit 2008 im Nahostkonflikt zu vermitteln und kritisierte dabei auch die gegenwärtige Politik der israelischen Regierung, während sie sich selbst als »pro-israelisch« bezeichnet. Vor dem 26. März war kein Vertreter des israelischen Staates offiziell bei J Street aufgetreten, eine Tradition, die nun durch Barukh Minah, chargé d'affaires an der israelischen Botschaft in Washington.
Prominenter Fürsprecher eines Israel-Boykotts bleibt allerdings weiterhin das frühere Pink-Floyd-Mastermind Roger Waters. Bereits 2006 sagte der Künstler Konzerte in Israel unter Verweis auf die dortige Politik ab und verewigte sich mit einem Graffito an der Mauer zum Westjordanland. Nun kündigte er an, im November an einem israelkritischen Aktivistentreffen in Brasilien teilnehmen zu wollen. »Wir werden uns weiter dafür einsetzen, die israelische Besatzung palästinensischen Lands zu beenden und die Mauern der Kolonisation und Apartheid einzureißen.«
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