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26.09.2011

Eine Woche Finanzministerin: »Dieser Job ist echt hart«


Die 22-jährige Amal Zamaara durfte für eine Woche den Job machen, den derzeit vielleicht niemand so gerne erledigen möchte: Finanzministerin. Doch das ganze fand nicht irgendwo statt, Zamaara war für eine Woche palästinensische Finanzministerin.

Die ganze Geschichte begann wie folgt: Auf einer Podiumsdiskussion vor einigen Monaten trafen Amal Zamaara und der palästinensische Finanzminister Hassan Abu Lebda aufeinander. Zamaara, die vor kurzem ihren Abschluss in Business Administration machte, hielt einen Vortrag zur schwierigen Lage junger Menschen in den palästinensischen Gebieten, vor allem Hochschulabgänger bekommen dort meist keine Arbeit und haben nur wenig Perspektiven.


Die Studentin fragte den Finanzminister frech, was passieren würde, wenn er ein normaler Absolvent wäre und keine Arbeit finden könnte und wenn sie seinen Job als Finanzministerin übernehmen würde. Dieser Gedankengang gefiel dem Minister so sehr, dass er ihr für eine Woche seinen Posten überlies.


»Im Ministerium haben sie mich wie die echte Finanzministerin behandelt, ich hatte alle Befugnisse«, sagte Zamaara dem Fernsehsender Al-Arabiya. Sie durfte demnach alle Briefe lesen und beantworten, Anweisungen geben und »wichtige Entscheidungen« treffen. Dennoch gab sich die junge Absolventin nicht ganz zufrieden: »Eine Woche ist eine sehr kurze Zeit, so konnte ich die Probleme der Jugend und der Universitätsabsolventen noch nicht wirklich angehen.«



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