Quicknews
Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) hat seine Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, die malische Armee bei deren Kampf gegen Tuareg-Rebellen im Norden und Nordosten des Landes logistisch zu unterstützen.
Der Staatenbund 15 westafrikanischer Länder bot zugleich an, in dem Konflikt mit der Azawad-Befreiungsfront als Vermittler aufzutreten. Ob die malische Armee bereits militärische Hilfe in Anspruch nimmt, ist noch nicht bekannt. Innenpolitisch stößt die schlechte Versorgungs- und Ausrüstungslage der Soldaten auf heftige Kritik. Andererseits hält sich etwa die ehemalige Kolonialmacht Frankreich mit Unterstützung bisher noch zurück.
Zudem scheinen auch die Nachbarländer Mauretanien, bis 1999 ECOWAS-Mitglied, und Algerien noch nicht in eine Lösungsfindung involviert. Die Wüstengebiete in beiden Ländern dienen als Rückzugsgebiete für die Tuareg-Rebellen. Separat von der ECOWAS-Initiative trifft heute in der malischen Hauptstadt Bamako die Afrikanische Union zu einem Krisentreffen zur Situation in der Sahel-Zone zusammen.
zenithDebatte
Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Religion verfechten ihren Standpunkt zu einem aktuellen Thema.
Kalender
zenith Edition
Reaching for the Sun?
The Search for Sustainable Energy Policies in North Africa and the Middle East