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Aller Anfang ist schwer: Ein Artikel über die neue Integrationsministerin in Baden-Württemberg, Bilkay Öney, sorgt für aufgeregte Gemüter.
Die Politikerin, so heißt es in dem Artikel, der vor einer Woche in der Tageszeitung Die Welt erschien, sei gegen die doppelte Staatsbürgerschaft und habe pauschal behauptet, türkische Migranten würden fünfmal soviel fernsehen wie Deutsche. Außerdem sei sie für eine Beibehaltung der Visumspflicht für Türken und habe behauptet, je mehr Türken in Deutschland es gäbe, desto mehr Unruhe gebe es in Deutschland.
Das ist starker Tobak, und so konzentrierte sich die Aufregung auf diese Thesen. Ob das allerdings gerechtfertigt ist, muss bezweifelt werden. Liest man den ganzen Artikel in der Welt, zeigt sich recht deutlich, dass die Intention dahintersteckt, die Ministerin vorzuführen. Außerdem hat sich Öney mittlerweile klar von den Zitaten distanziert, die aus dem Zusammenhang eines Hintergrundgesprächs gerissen worden seien.
Der Leseeindruck lässt dies glaubhaft erscheinen. Aber: es wird wohl ein Nachgeschmack bleiben, auch wenn die Politikerin in Zukunft genauer auf ihre eigenen Worte achten dürfte. Ob Öney als allgemeingültiges Beispiel für die Rolle von »Migranten in der deutschen Politik« bezeichnen kann, sei dahingestellt.
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