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Saudis gegen Israelis, Amerikaner und Israelis gegen Iraner – so genannte Cyber-Attacken sorgen in dem noch jungen Jahr für Schlagzeilen. Nun scheinen auch die diplomatischen Spannungen zwischen Aserbaidschan und Iran im Netz ausgetragen zu werden.
Wie RFE/RL meldet, hat sich eine Gruppe namens »Real Azerbaijani Cyberarmy« dazu bekannt, dutzende iranische Regierungsseiten lahmgelegt zu haben – offenbar in Reaktion auf eine Cyberattacke einer sich »AzerianCyberArmy« nennenden Gruppe, die am 16. Januar unter anderem die Homepage von Präsident Ilham Alijew und verschiedener Ministerien gehackt hatte.
Zwar sahen Regierungsvertreter beider Staaten bisher davon ab, zu den Cyberattacken Stellung zu beziehen, die iranisch-aserbaidschanischen Beziehungen jedoch gestalten sich zunehmend angespannt. Einer der Gründe hierfür ist auch der noch immer nicht gelöste Konflikt um das Territorium Berg-Karabach. Erst im Dezember beschwerte sich Aserbaidschans Außenminister Araz Azimov darüber, dass Iran mehr bilaterale Abkommen mit Armenien als mit Aserbaidschan abgeschlossen habe und warf Teheran vor, in der Berg-Karabach-Frage eindeutig Position für Jerewan zu beziehen.
Ein für den 17. Januar vorgesehenes Gipfeltreffen der iranischen, türkischen und aserbaidschanischen Außenminister wurde abgesagt, wenngleich Türkeis Außenminister Ahmet Davutoglu offiziell die Trauerfeier für den kürzlich verstorbenen, langjährigen Führer der Zyperntürken, Rauf Denktas, als Grund anführte. Das für den 23. Januar anberaumte Treffen zwischen Armeniens Präsident Serge Sargsian und Aserbaidschans Staatschef Ilham Alijew unter Vermittlung von Russlands Präsidenten Dmitrij Medwedjew in der russischen Olympiastadt Sotschi soll hingegen wie geplant stattfinden.
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