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03.08.2012

China: Muslimen in Xinjiang wird das Fasten verboten


Beamten und Studierenden im nordwestlichen Xinjiang wird das Fasten im Monat Ramadan verboten. Spezielle Essenspräsente sollen die Muslime davon abhalten, ihren religiösen Praktiken nachzugehen. Zudem wird auf der offiziellen Website der Kommunistischen Partei dazu aufgerufen den Muslimen die religiöse Praktiken im Monat Ramadan zu verwehren. Dies beinhaltet das Pflichtfasten und den Gang zu Gebetshäusern.

 

Das Verbot erstreckt sich bis in die Moscheen, in denen die Imame predigen sollen, dass das Fasten gesundheitsschädlich ist. Restaurantbetreiber wiederum müssen während des Fastenmonats Alkohol ausschenken und den ganzen Tag geöffnet haben – dies wird vertraglich festgehalten.

 

In Xinjiang lebt die turksprachige ethnische Minderheit der Uiguren, deren Zahl auf etwa neun Millionen geschätzt wird. Die Uiguren gehören zu den offiziell 70 anerkannten Nationalitäten Chinas, die Regierung siedelt jedoch seit Jahrzehnten gezielt Han-Chinesen an, so dass das Turkvolk in Xinjiang mittlerweile in der Minderheit ist. 2009 kam es zu den bisher größten Ausschreitungen zwischen Uiguren und Han-Chinesen, in deren Verlauf bis zu 200 Menschen in der Provinzhauptstadt Urumqi getötet wurden.



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