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In der Kaukasus-Region Berg-Karabach werden am 19. Juli Präsidentschaftswahlen abgehalten. Insgesamt vier Kandidaten treten an, aussichtsreiche Chancen werden aber vor allem Amtsinhaber Bako Sahakian und dem pensionierten Armeegeneral Vitaly Balasanian eingeräumt.
Aserbaidschan hat den Wahlgang in der umstrittenen Region abgelehnt, international wird die Republik Berg-Karabach nur von den selbst ernannten, aber nicht anerkannten Staaten Transnistrien, Süd-Ossetien und Abchasien anerkannt.
Die Wahl findet inmitten einer Verschärfung des Berg-Karabach-Konflikts statt. Russland hatte Mitte Juni angekündigt, seine Truppenpräsenz in Armenien bis Ende des Jahres zu verdoppeln. Am Rande des G20-Gipfels in Mexiko-Stadt hatten Barack Obama, Wladimir Putin und François Hollande in einer gemeinsamen Erklärung auf eine friedliche Beilegung des Berg-Karabach-Konflikts zwischen Armenien uns Aserbaidschan gedrängt. Zuletzt hatten die Streitkräfte beider Seiten sich immer der Scharmützel geliefert, bei denen dutzende Soldaten ums Leben kamen.
Die Staatschefs der USA, Russlands und Frankreichs stehen der so genannten Minsk-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vor. Die Minsk-Gruppe hat die Vermittlung einer tragfähigen Friedenslösung im Berg-Karabach-Konflikt zum Ziel.
In den 1990er Jahren führten die beiden Nachfolgestaaten der Sowjetunion einen blutigen Krieg um die umstrittene Region Berg-Karabach. Auch knapp 20 Jahre später ist der Konflikt noch nicht gelöst. Seit 1994 besteht lediglich ein immer wieder brüchiger Waffenstillstand.
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