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Bangladeschs Küstenwache hat mehrere hunderte Bootsflüchtlinge, die vor der eskalierenden Gewalt im Nachbarland Myanmar fliehen, abgewiesen sowie etwa 200 von ihnen verhaftet.
Ausgangspunkt der Ausreisewelle waren heftige Zusammenstöße im myanmarischen Bundesstaat Rakhaing. Muslimische Rohingya und die buddhistische Rakhaing verübten demnach beide Kollektivvergeltung in Dörfern der Region. Der Grund für den Ausbruch der Gewalt ist allerdings noch nicht restlos geklärt, möglicherweise löste ein Vergewaltigungsfall die konfessionelle Gewalt aus.
Die Rohingya leben seit Jahrzehnten meist ohne geklärten Status auf beide Länder verteilt, besitzen in der Regel aber weder die Staatsbürgerschaft von Myanmar noch von Bangladesch. Zuletzt wüteten Anfang der 1990er Jahre konfessionelle Konflikte in der Region, insgesamt sollen sich bis zu 300.000 Rohingya in Bangladesch aufhalten, 80.000 davon in Flüchtlingslagern in der Grenzprovinz Cox's Bazaar.
Die Führung in Dhaka scheint jedoch um jeden Preis ein Ausgreifen des Konflikts auf das eigene Territorium verhindern zu wollen – und stellt humanitäre Bedenken offenbar hintan. Die Küstenwache hat in den letzten Tagen ihre Präsenz deutlich aufgestockt, Flüchtlingsschiffe, meist einfache Holzboote, werden nicht in Küstennähe gelassen, aufgegriffene Flüchtlinge verhaftet oder umgehend ausgewiesen.
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