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09.05.2012

Bangladesch: Kritik nach Clinton-Besuch


US-Außenministerin Hillary Clinton ist mit ihren Äußerungen zur Absetzung des Gründers der Grameen Bank Muhammad Yunus auf Unmut gestoßen.


Clinton hatte im Rahmen einer mehrtägigen Südasien-Reise Station in Dhaka gemacht und am Sonntag gesagt, sie hoffe, dass »sowohl die Arbeit von Muhammad Yunus wie auch der Grameen Bank nicht von der Regierung untergraben« werde.


Yunus hatte die Bank mit dem Mikrokreditsystem 1983 gegründet und dafür 2006 den Wirtschaftsnobelpreis erhalten. Im April 2011 wurde der heute 71-Jährige allerdings von seinem Posten entfernt – offiziell aus Altersgründen, da Yunus das Höchstalter von 60 Jahren längst überschritten hatte. Yunus hatte gegen die Entscheidung, die er politisch motiviert sah, geklagt, war aber vor Gericht unterlegen.


Bangladeschs Finanzminister A.M.A. Muhith kritisierte Clinton nun scharf. Ihre Aussage mache keinen Sinn, da der Staat zu 25 Prozent an der Grameen Bank beteiligt sei und außerdem keinerlei rechtliche Schritte gegen Yunus eingeleitet worden seien. Zudem sei der Betrieb im vergangenen Jahr auch ohne Yunus ohne Probleme weitergelaufen, so Muhith.



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