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Im Fall des inhaftierten Aktivisten Abdulhadi Khawaja gibt es offenbar innerhalb der bahrainischen Führung erhebliche Differenzen. Die britische Tageszeitung The Independent zitiert eine, allerdings anonyme, bahrainische Quelle mit den Worten: Sie wollten ihn vor drei Wochen freilassen, aber die Hardliner in der Familie haben das verhindert.«
Im Vorfeld des Formel 1-Rennens am Wochenende soll sich der Gesundheitszustand des 50-Jährigen Aktivisten und früheren Nahost-Leiters der NGO »Frontline Defenders« dramatisch verschlechtert haben, nachdem er bereits am 8. Februar aus Protest gegen einen lebenslange Haftstrafe in einen unbefristeten Hungerstreik getreten war. Die bahrainische Generalstaatsanswaltschaft dementierte hingegen die Gerüchte um Khawaja und ließ mehrfach verlauten, dass sich der Bahrainer mit dänischer Staatsbürgerschaft »in guter Gesundheit« befinde.
Seit Beginn der Protestbewegung im Golfstaat bewegt sich das Königreich zwischen Reformversprechen und anhaltender Repression. In den vergangenen Tagen haben Situationsberichte von Human Rights Watch und der International Crisis Group (ICG) diesen Eindruck noch einmal unterstrichen.
Auch innerhalb der Führung scheinen unterschiedliche Auffassungen darüber zu bestehen, wie der Staat mit den Forderungen der Demonstranten umgehen soll. So initiierte Kronprinz Salman bin Hamad al-Khalifa einen Dialog mit der Opposition, der allerdings durch den Einmarsch der Truppen des Golfkooperationsrates jäh beendet wurde. Als Hardliner der Regierung gelten dagegen insbesondere Außenminister Khalid Khalid ibn Ahmad Al Khalifa sowie der seit 40 Jahren regierende Premier Khalifa bin Salman al-Khalifa.
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