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23.04.2012

Bahrain: Berufungsgericht vertagt Urteil im Fall Khawaja


Der Oberste Kassationshof hat das Urteil im Fall des inhaftierten Aktivisten Abdulhadi Khawaja vertagt.


Ursprünglich wollte das Gericht heute über den Einspruch Khawajas entscheiden. Stattdessen verschoben die Richter den Termin ohne Begründung auf den 30 April. Während der Verhandlung war weder Khawaja noch einer der anderen 13 Mitangeklagten anwesend, die Behörden hatten zudem die Sicherheitsvorkehrungen vor dem Gerichtsgebäude massiv aufgestockt.


Im Vorfeld des umstrittenen Formel 1-Rennens am Wochenende hatte sich der Gesundheitszustand des 50-Jährigen Aktivisten und früheren Nahost-Leiters der NGO »Frontline Defenders« noch einmal dramatisch verschlechtert, nachdem er bereits am 8. Februar aus Protest gegen einen lebenslange Haftstrafe in einen unbefristeten Hungerstreik getreten war.


Laut seiner Famile soll er seit Freitag kein Wasser mehr zu sich nehmen. Die bahrainische Generalstaatsanswaltschaft dementiert hingegen immer wieder die Gerüchte um Khawaja und ließ mehrfach verlauten, dass sich der Bahrainer mit dänischer Staatsbürgerschaft »in guter Gesundheit« befinde.



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