Quicknews
Der Anwalt des bahrainischen Aktivisten Abdulhadi Khawaja befürchtet, dass sein Mandant möglicherweise bereits verstorben sein könnte. Anwalt Mohammed al-Jeshi sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass er Khawaja zuletzt am Samstag gesprochen hätte, seitdem würden die Behörden jeglichen Zugang ohne plausiblen Grund verweigern.
In den vergangen Tagen soll sich der Gesundheitszustand des 50-Jährigen Aktivisten und früheren Nahost-Leiters der NGO »Frontline Defenders« dramatisch verschlechtert haben, nachdem er bereits am 8. Februar aus Protest gegen einen lebenslange Haftstrafe in einen unbefristeten Hungerstreik getreten war. Die bahrainische Generalstaatsanswaltschaft dementierte hingegen die Gerüchte um Khawaja und ließ verlauten, dass sich der Bahrainer mit dänischer Staatsbürgerschaft »in guter Gesundheit« befinde.
Gleichzeitig steigt auch der internationale Druck in der Causa Khawaja. Dänemarks Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt rief Bahrain auf, Khawaja unverzüglich freizulassen. Einem Auslieferungsantrag der dänischen Regierung erteilte Manama am Wochenende allerdings eine Absage.
Auch die US-Regierung, der wichtigste internationale Verbündete des Königreiches, brachte ihre Sorge über den Gesundheitszustand des Aktivisten zum Ausdruck. Außenamtssprecherin Victoria Nuland wählte allerdings vorsichtigere Worte als die Führung in Kopenhagen und forderte eine »humanitäre Lösung im Fall Khawaja.
Bahrains Oberster Gerichtshof entscheidet am 24. April über den Berufungsantrag Khawajas – einen Tag nach der Wiederaustragung des Formel 1- Grand Prix in Bahrain.
zenithDebatte
Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Religion verfechten ihren Standpunkt zu einem aktuellen Thema.
Kalender
zenith im Abo
Abonnieren Sie jetzt 6 Ausgaben zenith für 45 EUR im Jahr (36 EUR für Studenten)
zenith Edition
Reaching for the Sun?
The Search for Sustainable Energy Policies in North Africa and the Middle East