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In Bahrain wurden 13 Ärzte und Krankenschwestern, die bei den Demonstrationen gegen das Könighaus im Februar verletzte Aktivisten und Demonstranten behandelten, zu je 15 Jahren Haft verurteilt. Der Vorwurf des Gerichts in Manama: Staatsverrat. Sieben andere Mitarbeiter des »Salmaniya Medical Centre« wurden zu Haftstrafen zwischen fünf und zehn Jahren verurteilt.
Die staatliche Nachrichtenagentur von Bahrain (BNA) schreibt, dass die Angeklagten im Rahmen der Proteste rund um den Perlenplatz in Manama »das Krankenhaus besetzt hielten und im Besitz von illegalen Waffen waren«. Außerdem hätten sie aktiv versucht, das Regime zu stürzen, indem sie Polizisten angriffen und falsche Nachrichten verbreiteten.
All diese »Straftaten sind als terroristische Attacke auf Bahrain zu werten«, schreibt BNA weiter. Die Nachrichtenagentur gilt als Sprachrohr der Herrscherfamilie Al-Khalifa. Alle Angeklagten haben vor Gericht auf nicht schuldig plädiert und werteten das Urteil als »Angriff auf die medizinische Pflicht, Menschen in Notsituationen zu helfen«, so die Tochter eines verurteilten Arztes.
Mit Hilfe saudischer Streitkräfte wurde der Arabische Frühling in Bahrain Mitte März brutal niedergeschlagen. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International oder Human Rights Watch protestieren seitdem gegen kontinuierliche Menschenrechtsverletzungen im Königreich am Golf.
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