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Ein Berufungsgericht in Bahrain hat über die Fälle von insgesamt 18 Ärzten, die von der Staatsanwaltschaft beschuldigt wurden, Demonstranten und Aktivisten während der Aufstände im vergangenen Jahr behandelt zu haben, erneut verhandelt. In acht Fällen wurden Haftstrafen zwischen acht Monaten und drei Jahren verhängt, lediglich Ali al-Ekry, Chefarzt am Salmaniya Klinikum, dem alle der inhaftierten Mediziner angehörten, erhielt fünf Jahre Gefängnis. Die verbleibenden 9 Ärzte wurden freigesprochen. Damit haben die Angeklagten sämtliche Rechtsmittel ausgenutzt, die ihnen zur Verfügung standen.
Die ursprünglichen, im September 2011 gegen die damals noch 20 Mediziner gefällten Urteile eines Militärgerichtshofes - dreizehn von ihnen wurden zu jeweils 15 Jahren Haft verurteilt, waren international auf heftige Kritik gestoßen. Aktivisten schienen sich darin bestätigt, die lautstarken Bekundungen der bahrainischen Regierung, die Proteste aufzuarbeiten zu wollen, seien lediglich vorgeschoben. Zwei der damals verurteilten gingen im Gegensatz zu ihren Kollegen nicht in Berufung - man vermutet sie inzwischen außer Landes. Die nun ergangenen Urteile fällte ein Zivilgericht.
In der vergangenen Woche löste die Polizei abermals mehrere Demonstrationen schiitischer Aktivisten in diversen Vororten der Hauptstadt Manama auf. Laut der Nachrichtenagentur AFP setzten sie dabei Tränengas und Schrotkugeln ein.
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