Quicknews

25.04.2012

AU fordert von Sudan und Südsudan Ende der Gewalt in 48 Stunden


Die Afrikanische Union (AU) hat auf ihren Sondertreffen in Addis Abbeba ein Ende der Gewalt zwischen Sudan und Südsudan gefordert.


Der Sicherheitsrat der AU hat den Regierungen in Khartum und Juba ein Ultimatum von 48 Stunden gesetzt, um die insgesamt 7 Provisionen einer Roadmap umzusetzen. Neben der Einstellungen aller Kampfhandlungen gehören dazu auch die Forderung, die eigenen Truppen hinter die Demarkationslinie zurückzuziehen, keinerlei Milizen mehr zu unterstützen und auch die Kriegspropaganda zu unterlassen.


Des Weiteren verpflichtet die AU beide Regierungen, innerhalb von zwei Wochen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Eben jene Gespräche hatten sich im äthiopischen Addis Abbeba über die vergangenen Monate ergebnislos hingezogen, Khartum hatte sich nach der Einnahme Hegligs durch südsudanesische Truppen offiziell von den von der Afrikanischen Union gesponsorten Vermittlungen zurückgezogen und angekündigt, »mit allen Mitteln« das Ölfeld von Heglig wieder unter seine Kontrolle zu bringen.


Sudans Präsident Omar al-Baschir hat Verhandlungen mit der südsudanesischen Regierung zur Beilegung der Kämpfe in der Region rund um das umstrittene Ölfeld Heglig bisher allerdings eine Absage erteilt. »Diese Leute verstehen nur die Sprache der Waffen«, erklärte Baschir laut AFP im Rahmen eines Besuches im Krisengebiet. Am Freitag hatte Baschir das Ölfeld« als »befreit« erklärt. Juba beschuldigt Khartums Luftwaffe, gezielt Ortschaften jenseits der Demarkationslinie auf südsudanesischem Territorium unter Beschuss zu nehmen.


Vor knapp zwei Wochen hatte das südsudanesische Militär das Ölfeld Heglig erobert und für sich in Anspruch genommen. Heglig liegt in der zwischen beiden Ländern umstrittenen Grenzzone, war aber bis zu einer bilateralen Demarkationseinigung von den Vereinten Nationen dem sudanesischen Bundesstaat Süd-Kordofan zugesprochen worden.


Die Demarkation der gemeinsamen Grenze ist einer der vier von der AU festgelegten Verhandlungspunkte. Die anderen drei umfassen eine Einigung über die Verteilung der Öleinnahmen, den Status südsudanesischer Staatsbürger im Sudan und andersrum sowie eine verbindliche Statusfestlegung der von beiden Ländern beanspruchten Provinz Abyei. Khartum und Juba wird für einen erfolgreichen Abschluss dieser Gespräche drei Monate Zeit gegeben, andernfalls droht die AU mit Strafmaßnahmen, falls eine der beiden Seiten (oder beide) erkennbar einer Einigung zuwider arbeiten sollte.


Neben dem bewaffneten Konflikt in den beiden Sudans standen beim AU-Treffen die Lage in den westafrikanischen Staaten Mali und Guinea-Bissau auf der Tagesordnung.



Libyen: Gesetz verbietet Parteien auf religiöser Grundlage

zenithDebatte

Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Religion verfechten ihren Standpunkt zu einem aktuellen Thema.

Kalender

zenith im Abo

Abonnieren Sie jetzt und wählen Sie zwischen zwei Abo-Prämien!

 

weiterlesen

zenith Edition

Reaching for the Sun?

The Search for Sustainable Energy Policies in North Africa and the Middle East

 

click here for content & order details