Quicknews

19.04.2012

Aserbaidschan: Wieder prominenter Journalist zusammengeschlagen


Knapp einen Monate vor der geplanten Austragung des Eurovision Song Contest (ESC) 2012 in Baku fallen Aserbaidschans Sicherheitskräfte erneut mit exzessiver Gewalt gegenüber kritischen Journalisten auf.


Einen Tag nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Aserbaidschan zu einer Kompensationszahlung im Fall des Reporters Sarman Rizvanow verurteilt hat, ist ein weiterer prominenter Journalist Opfer von Gewalt seitens der Sicherheitskräfte geworden.


Idrik Abbasow hatte in dem Dorf Sulutepe am Stadtrand von Baku, Abrissarbeiten des staatlichen Ölkonzerns SOCAR gefilmt und war daraufhin von Sicherheitskräften des Unternehmens brutal zusammengeschlagen worden. Nach Aussagen seiner Familie befindet sich Abbasow in kritischem Zustand im Krankenhaus.


Im Vorfeld des ESC steht Aserbaidschans Führung vielfach in der Kritik – sowohl wegen der Abrissarbeiten in einigen Teilen der Hauptstadt als auch wegen der Verfolgung unliebsamer Journalisten. So startete die Regierung im März eine Schmutzkampagne gegen die Journalistin Khadija Ismayilova, die wie Abbasow u.a. für den Sender RFE/RL arbeitet. Abbasow erhielt in diesem Jahr für seine Arbeit den »Freedom of Expression Award«, der von der britischen Tageszeitung The Guardian gestiftet wird.



Schickt China eigene Beobachter nach Syrien?

zenithDebatte

Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Religion verfechten ihren Standpunkt zu einem aktuellen Thema.

Kalender

zenith im Abo

Abonnieren Sie jetzt 6 Ausgaben zenith für 45 EUR im Jahr (36 EUR für Studenten)

 

weiterlesen

zenith Edition

Reaching for the Sun?

The Search for Sustainable Energy Policies in North Africa and the Middle East

 

click here for content & order details