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Virtuelle Eskalation im Berg-Karabach-Konflikt? Ein aserbaidschanischer Programmierer hat ein Computerspiel entwickelt, dass mitten im umstrittenen Gebiet im Südkaukasus angesiedelt ist.
Im Ego-Shooter »Under Occupation: Shusha« nimmt der Spieler die Rolle aserbaidschanischer Streitkräfte ein, die gegen die in authentischem Ambiente die armenischen Truppen in der gleichnamigen Stadt in Berg-Karabach bekämpfen, die im Mai 1992 von Armenien eingenommen worden war. Das Spiel ist laut Aussage des Programmierers Farid Hagverdiev, ein Student der staatlichen Öl-Akademie in Baku, aus eigener Initiative heraus entstanden. Das Fachportal Eurasianet hingegen berichtet, dass das Ministerium für Jugend und Sport die Präsentation des Computerspiels im Bakuer Hotel Hyatt Regency organisiert hat.
In den 1990er Jahren führten die beiden Nachfolgestaaten der Sowjetunion einen blutigen Krieg um die umstrittene Region Berg-Karabach. Auch knapp 20 Jahre später ist der Konflikt noch nicht gelöst. Seit 1994 besteht lediglich ein immer wieder brüchiger Waffenstillstand.
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