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Der Verbund arabischer Fluglinien AACO (Arab Air Carriers Organisation) hat angekündigt, die EU-Vorgaben zur Einsparung von CO2-Emissionen sowie damit verbundene Strafzölle nicht zu akzeptieren. Das berichtet das Wirtschaftsportal arabianbusiness.com.
Im Rahmen des 2005 gestarteten Programms für Emissionshandel zur CO2-Einsparung (Emissions Trading Scheme – ETS) sollen alle Nicht-EU-Fluglinien, die Ziele im EU-Gebiet ansteuern, dazu verpflichtet werden, ihre Emissionsüberschüsse zu melden und pro zusätzlich ausgestoßener Tonne CO2 100 Euro zu bezahlen, bei Nichteinhaltung würden dann weitere Strafzahlungen drohen.
Brüssels Pläne, die ab Januar 2012 in Kraft treten sollen, stoßen auf erheblichen Widerstand aus Reihen der Luftfahrtbranche sowie der dadurch betroffenen Länder. Während der amerikanische Luftfahrtverband bereits Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht und China ähnliche Schritte angekündigt hat, appellierte zuletzt Anfang November die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) an die EU, ihre Pläne zu überdenken und Nicht-EU-Fluglinien von der Regelung auszunehmen.
Eine Klage seitens der AACO ist zurzeit zwar unwahrscheinlich, die Organisation hat allerdings offiziell Beschwerde bei der ICAO eingelegt und sich dessen Appell an Brüssel angeschlossen. Die AACO vertritt u.a. die Fluglinien Emirate und Etihad aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die katarische Qatar Airways, die zuletzt massiv in den Ausbau ihrer Flugverbindungen in den EU-Raum investiert hatten.
Laut eigenen Angaben befürchtet Emirates infolge der neuen EU-Richtlinien Verluste in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar, Etihad prognostiziert für die nächsten acht Jahre zusätzliche Kosten von 500 Millionen US-Dollar.
Die dänische EU-Klimaschutz-Kommissarin Connie Hedegaard reagierte mit Unverständnis auf die Ablehnung seitens der regionalen und internationalen Luftfahrtverbände und rief stattdessen dazu auf, »äquivalente Maßnahmen« zum europäischen ETS zu beschließen, um Nicht-EU-Fluglinien von den Richtlinien auszunehmen.
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