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17.08.2011

Anklage fordert Todesstrafe für Österreicher in Dubai


Seit Anfang August läuft in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Strafprozess, der die Expat-Gemeinde in Dubai, vor allem aber die Mediziner beschäftigt: Dem österreichischen Chef-Anästhesisten Eugen Adelsmayr wird vorgeworfen, einen Patienten im Al-Ain Hospital mit einer zu hohen Dosis Morphium getötet zu haben. Der Staatsanwalt fordert die Todesstrafe.


Adelsmayr befindet sich derzeit auf freiem Fuß, allerdings wurde sein Reisepass konfisziert. Als Tatmotiv bringt die Anklage vor, Adelsmayr habe ein Bett auf der Intensivstation »freimachen« wollen. Der Angeklagte hingegen vermutet eine Racheaktion von Assistenzärzten, die sich von ihm schlecht bewertet gefühlt hatten. Adelsmayr wird zudem vorgeworfen, keine Wiederbelebung angeordnet zu haben – eine so genannte Do-Not-Rescue-Order bei besonders schweren Krankheitszuständen.


Gegenüber dem Wiener Kurier bestritt der Arzt diese Vorwürfe, gab allerdings an, solche Anweisungen seien in der Klinik »policy« gewesen. Er selbst habe dies mehrfach kritisiert.



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