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Der algerische Ex-Außenminister und ehemalige Spitzendiplomat der Vereinten Nationen Lakhdar Brahimi appellierte an die Regierungen in Rabat und Algier, die Grenzen zwischen den beiden Ländern zu öffnen. »Die Einigung des Maghrebs wird ohne eine Einigung zwischen Marokko und Algerien nicht vorangehen«, sagte Brahimi auf einem Forum zum Arabischen Frühling in Algier.
Die seit dem Jahr 1994 geschlossene Grenze zwischen Marokko und Algerien sei ein großer Verlust für die ganze Region, so Brahimi. Er bezeichnete den Konflikt als größte Gefahr für die demokratischen Bewegungen in Nordafrika. Der Grenzübertritt zwischen Algerien und Marokko ist bürokratisch sehr aufwändig und der Willkür der hiesigen Behörden unterlegen.
Zwar bekräftigen der marokkanische König Mohammed VI. und der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika regelmäßig ihre Absicht, die Beziehungen zum Nachbarn zu verbessern, allerdings kommen ebenso regelmäßig Vorfälle rund um den Westsahara-Konflikt dazwischen.
Marokko und Algerien streiten sich schon seit Mitte der Siebzigerjahre um die Westsahara. Während Marokko einen Anspruch auf die »marokkanische Sahara« anhebt, unterstützt Algerien die »Fronte Polisario«, die auf algerischem Boden die »Exilregierung der Islamischen Republik Westsahara« bildet. Regelmäßig kommt es zu gewalttätigen Konfrontationen in der Region.
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