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In Algerien steht der weltgrößte Stahlproduzent ArcelorMittal vor einem millionenschweren Rückschlag. Ein mit der algerischen Unternehmen Sider gegründetes Joint-Venture werde in Kürze unter einem Schuldenberg von 120 Millionen US-Dollar kollabieren, so der Generalsekretär des örtlichen Arbeitnehmerverbandes gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
ArcelorMittals Generaldirektor Vincent Le Goic bestätigte indirekt den Bericht, teilte aber mit, man arbeite gegenwärtig mit der algerischen Regierung zusammen, um das Problem zu beheben. Das luxemburgische Unternehmen hatte einen siebzigprozentigen Anteil an der Kooperation. Bis zuletzt hatten sich Manager des weltweit aktiven Milliardenkonzerns um ein 200 Millionen Dollar schweres Darlehen bei der staatlichen algerischen Auslandsbank BEA bemüht. Dafür hätte ArcelorMittal jedoch keine ausreichenden Garantien aufbringen können, so Industrieminister Mohamed Benmeradi.
Am Standort al-Hadjar produziert das Gemeinschaftsunternehmen aktuell zwei Millionen Tonnen Stahl jährlich. Bis 2015 sah ein Investitionsplan vor, 642 Millionen Dollar für den Ausbau dieser Industriestätte fließen zu lassen.
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