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09.08.2012

Algerien: Stromausbau nach Protesten


Algerien muss den den geplanten Ausbau der Stromproduktion deutlich nach oben korrigieren, um den wachsenden Energiebedarf zu decken.

 

Zwischen 2001 und 2016 sollte die Kapazität von 11.000 Megawatt um 4.000 Megawatt auf 19.000 Megawatt ausgebaut werden. Diese Vorgabe wurde nun auf 8.000 Megawatt verdoppelt, wie Energieminister Youcef Yousfi im staatlichen Radio bekannt gab.

 

Allein im Juli lag der Stromverbrauch 13 Prozent höher als im selben Zeitraum vor einem Jahr. Insgesamt lag der Stromverbrauch 9.463 Megawatt – ein Hinweis auf die drängenden Probleme im maroden Leitungsnetz. So konnten die Vorgaben für den Ausbau der Stromleitungen um 900 Kilometer noch nicht erfüllt werden, auch die bestehenden Leitungen sind oft mangelhaft. Daneben trägt illegale Stromabzapfung zum Leitungsverlust bei.

 

Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft Sonelgaz reagierte mit Stromrationierungen – und provozierte damit prompt Proteste. Die Stromkrise trifft dabei nicht nur abgelegene ländliche Gebiete. In Constantine, der drittgrößten Stadt Algeriens, fiel am Montag in 80 Prozent der gesamten Stadt der Strom aus.



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